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Traurige Liebesgedichte



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Liebesgedichte 2

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Traurige Liebesgedichte Trennung
Schmerz




LIEBESGEDICHTE von

Brentano
Goethe
Rilke
Sidonie Grünwald-Zerkowitz
Yvan und Claire Goll

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zitat

Traurigkeit ist nicht
ungesund - Sie hindert uns,
abzustumpfen.

- George Sand -

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Einfühlsame Gedichte über Trauer, Liebe und Schmerz. Sie erhalten hier
auch Abschiedsgedichte und Liebessprüche.

Trauer

Traurig, traurig, o das bist du sehr,
Armes Herz, so freudenlos und schwer!
Doch warum, warum darf ich nicht fragen,
Keine Antwort weisst du mir zu sagen.

Weiss der Himmel, warum über ihn
Düstre Wolkenschleier trauernd zieh'n,
Und die Blume, die erst aufgesprossen,
Warum sie der Tod so schnell geschlossen?

Weiss der lächelnd heit're, junge Tag,
Der nur Glück und Freude spenden mag,
Warum kraftlos er muss still erbleichen,
Wenn sich nächt'ge Schatten auf ihn neigen?

Weiss die Erde, die in Frühlingspracht,
Wie ein Kind so hold und lieblich lacht,
Warum bald in Winters eis'gem Wehen
Ihre süsse Schönheit muss vergehen?

Armes Herz und willst du mehr denn sein,
Als der Frühling und der Sonnenschein?
Alles Heitre sinkt zum frühen Sterben,
Allem Schönen nahet das Verderben.

Ew'ge Trauer ist Gesetz der Welt,
Nur im Wechsel ist ihr Lust gesellt,
Und je mehr zum Schönen du erkoren,
Um so tiefer wird sie dich durchbohren!

- Luise Büchner 1821-1877, deutsche Schriftstellerin -




Ich warte nicht

Ich warte nicht auf dich im Abendwind
Er würde weitergehen
Ohne dass unser Glück nochmals beginnt
Und Worte würden nur noch leerer.

Wenn man müde ist vom Flüchten
Kann man nicht mehr träumen
Und nur immer düster
Wird das Meer sich bäumen.

- © Monika Minder -




Mein letzter Stern

Mir scheint als wär der Himmel leer
Mein letzter Stern ging unter.
Es tut unsäglich weh -
Die Welt wird nicht mehr bunter.

- © Monika Minder -




Ohne dich

Ohne dich küsst mich der Wind nicht mehr.
Das Leben hat die Zeit verloren.
Wo soll ich mit meiner Liebe hin?
Eine Wüste wird geboren.

- © Monika Minder -




Nicht die Einzige

Mit leerem Blick
Steh ich am Strassenrand.
Noch deinen Zettel in der Hand.
... nicht die Einzige ...

Wie Spiesse peitschen die aufgeschwollenen
Regentropfen in mein Gesicht.
Schatten wie Schreie
Seelenleer
Als ob etwas in mir
gestorben wär.

- © Monika Minder -




Zeitvertreibend

Sie zieht ihre Jacke an
Wie wenn sie ihr Glück einpacken wollte.
Wie jedes Mal
Wenn sie verstehen möchte.

Noch sitzt sie am Bettrand
Und lauscht seinem Treiben.
Die Liebe lebt gegen eine Wand
Zeitvertreibend!

Wie ein Kind, das malt mit seinem Finger
In frostbezogene Scheiben
Kleine Ringe,
Die immer wieder vergehen.

Die Stunde ist tot
Und übrig bleibt die Leere -

Und sein Wort.

- © Monika Minder -




Nichts mehr muss sein

Nichts mehr muss sein
Kein ab und zu
Kein Schein
Kein Vielleicht
Kein Zeitvertreib
Kein wir werden sehen
Keine zornigen Tränen
Kein Herz, das schreit
Keine Risse in den Adern
Keine Hoffnung, die tötet
Kein Schmerz, der weint
Nichts Unnötiges.

- © Monika Minder -


Blumenbild mit kurzem traurigem Liebesgedicht

© Bild Monika Minder (darf für private Zwecke frei benutzt werden)




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Die Grosse Sehnsucht


Wenn die grosse Sehnsucht wieder kommt,
Wird mein ganzes Wesen wieder weich.
Und ich möchte weindend niedersinken -
Und dann möcht ich wieder masslos trinken.

- Paul Scheerbart 1853-1916, deutscher Schriftsteller -




Verregnete Liebe

Gelb glänzt auf nassen Trottoiren
Der Gaslaternen Widerschein,
Elektrisch Licht mit wunderbaren
Blauweissen Strahlen leuchtet drein.

Tief unter einen Schirm gebogen,
So irren wir die Strass' entlang,
Umbraust von Regensturmes Wogen -
O Maiengrün und Vogelsang ...

O Blumenduft und Liebesrauschen -
Ein Stelldichein im Waldesgrün,
Ein ungestörtes Küssetauschen ...
Nur so kann Liebe stark erglühn.

Wie heiss ersehnt war diese Stunde
Seit langer Zeit von dir und mir -
Nun gehe ich mit stummem Munde
Schüchtern - verlegen neben dir.

Es peitscht der Westwind deine Wangen -
In Blick und Worten liegt dein Herz,
Der Regen tötet mein Verlangen,
Der nasse Mund spricht kalten Scherz.

Langweile schleicht mit stummen Schritten
Um uns herum - ich wag es nicht,
Den ersten Kuss mir zu erbitten
Mit nassgeregnetem Gesicht.

Die Uhr schlägt neun - "Du musst schon gehen?"
"Ich schreibe, wann ich kommen kann!"
Wir werden nie uns wiedersehen -
Der Regen nur ist schuld daran!

- Hermann Löns 1866-1914, deutscher Journalist und Schriftsteller -




Schmerz

Sie liess sich überraschen
Von diesem Trauerwort,
Und ihre Tränen waschen
Die rote Schminke fort.

Das Leben täuscht uns lange,
Du zeigst der Schminke bar
Des Lebens welke Wange,
O Schmerz, wie bist du wahr!

- Nikolaus Lenau 1802-1850, österreichischer Schriftsteller -



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Ein sehr schönes Lied über Trennung und Liebe.
Songvideo auf youtube.com

Deutsche Übersetzung des Songs von Adele gibt es hier:
Rolling in the deep - deutscher Songtext





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