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zitat

Die Pracht der Gärten aber
hat stets die Liebe zur Natur
zur Voraussetzung.

- Madame de Staël -

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Schöne Herbstgedichte, Liebesgedichte an den Herbst. Sie finden hier
klassische und moderne Gedichte.

Herbstgefühl

Fetter grüne, du Laub,
Am Rebengeländer
Hier mein Fenster herauf!
Gedrängter quellet,
Zwillingsbeeren, und reifet
Schneller und glänzend voller!
Euch brütet der Mutter Sonne
Scheideblick; euch umsäuselt
Des holden Himmels
Fruchtende Fülle;
Euch kühlet des Mondes
Freundlicher Zauberhauch,
Und euch betauen, ach!
Aus diesen Augen
Der ewig belebenden Liebe
Vollschwellende Tränen.

- Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter;
aus: Gedichte, Lieder -




Herbstlied

Feldeinwärts flog ein Vögelein,
Und sang im muntern Sonnenschein
Mit süßem wunderbarem Ton:
Ade! ich fliege nun davon,
Weit! weit!
Reis' ich noch heut.

Ich horchte auf den Feldgesang,
Mir ward so wohl und doch so bang;
Mit frohem Schmerz, mit trüber Lust
Stieg wechselnd bald und sank die Brust:
Herz! Herz!
Brichst du vor Wonn' oder Schmerz?

Doch als ich Blätter fallen sah,
Da sagt ich: Ach! der Herbst ist da,
Der Sommergast, die Schwalbe, zieht,
Vielleicht so Lieb und Sehnsucht flieht,
Weit! weit!
Rasch mit der Zeit.

Doch rückwärts kam der Sonnenschein,
Dicht zu mir drauf das Vögelein,
Es sah mein thränend Angesicht
Und sang: die Liebe wintert nicht,
Nein! nein!
Ist und bleibt Frühlingesschein.

- Ludwig Tieck 1773-1853, deutscher Dichter und
Schriftsteller; Gedichte, 1. Teil -




Die Verlassene klagt

Ich liege ausgehöhlt und leer,
Man hat mich weggeworfen,
Die Erde ist so hart und schwer,
Ich habe keine Tränen mehr.
Doch einstmals liebte ich dich sehr,
Da konnte ich noch weinen,
Da glich ich nicht den Steinen.
Will keine Sonne scheinen
In meine Dunkelheit?
Einst war es mir, als rief er,
Doch klang es viel zu weit,
Und niemand kann mich halten.
Jetzt fall ich immer tiefer
Aus der Zeit
In die Falten
Der Unendlichkeit.

- Francisca Stoecklin 1894-1931, schweizer Dichterin;
Lyrik und Prosa, Hrg. Beatrice Mall-Grob, Verlag Paul Haupt -




Abend im Frühherbst

Weit ausgegossen liegt das breite Land.
Der Himmel taucht den Scheitel noch ins Licht,
Doch seitlich hebt gelassen eine Hand
Die dunkle Maske Nacht ihm ins Gesicht.

Viel fette Lämmer weiden auf der Flur,
In Gärten steht das Kraut in seiner Fülle,
Herbstwälder ziehn als eine goldne Spur,
Am Baum die Frucht glänzt prall in ihrer Hülle.

Es ist der letzte dieser kurzen Tage:
All Ding steht reif und rund und unbewegt
Schwebend in sich gebannt wie eine Waage,
Die Tod und Leben gleichgewichtig trägt.

- Marie Luise Weissmann 1899-1929, deutsche Lyrikerin -




Ein paar Blätter baumeln noch

Grau sind schon die Zweige
Ein, zwei Blätter baumeln noch
Wie nach langem Schweigen
Dir das Wort erlosch.
Das Lassen schmerzt in mir
Mag nicht mehr schreiten
Ein dürres Blatt weht sich zu dir
Erzählt von gestrigen Zeiten.

- © Monika Minder -

Moderne Herbstgedichte und Sprüche gibt es auch
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Herbstgesang

Bunte Gesänge des Herbstes
Der Wind weht sich wund.
Geborgen unter Ästen
Übst du dich in Geduld.

An Niemand schmiegt sich deine Wange
Das Warten legt keinen Himmel frei.
Die Nächte tropfen bange
Eine Sehnsucht in den Wein.

- ©Monika Minder -




Herbsttag

HERR: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süsse in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

- Rainer Maria Rilke 1875-1926, Lyriker deutscher Sprache -



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